Ein kurzer historischer Rückblick

Ende des vergangenen Jahrhunderts gab es eine weit verbreitete Fieber-Krankheit unter den Rindern im Norden von Westaustralien, der Kimberley Region und dem Northern Territory, die durch eine Art Zecken übertragen wurde. Dies hatte zur Folge, dass keine Rinder zu Lande oder zu Wasser in den Süden des Landes transportiert werden durften, weil die dortigen Farmer eine Ansteckung ihrer Rinderherden befürchteten. In jener Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts fällt aber auch die Entdeckung, daß sich die Krankheit verliert, wenn die Rinder auf dem Landwege durch die trockene Wüste in den Süden zu den Goldfeldern getrieben werden könnten.

Das Hauptproblem, das es zu lösen galt, war: "Gibt es genügend Wasser auf dem Weg in den Sü den im wasserarmen Inland für eine erfolgreiche Landdurchquerung auf einer Länge von ungefähr 1800 bis 2000 km." Im Jahre 1906 wurde der Druck durch die Rinderzüchter auf die Regierung von Westaustralien so groß, daß Alfred Canning beauftragt wurde, eine Möglichkeit zu finden, Rinder von Halls Creek nach Wiluna treiben zu können. Noch im selben Jahr berichtete er, daß eine Route machbar wäre, mit hinreichend Futter und bei Errichtung von 51 Brunnen im Abstand von jeweils 20 bis 30 km. Gutes Wasser ließe sich finden. Im Jahre 1908 begann Alfred Canning mit dem Ausbau und der Anlage der heute nach ihm benannten Gelündewagen - Strecke und beendete dieses abenteuerliche Unternehmen erfolgreich 1910.

58 Jahre lang wurde die Canning Stock Route für den Viehtrieb von Rinderherden vom Norden Westaustraliens bis hinunter nach Wiluna, dem Beginn der Goldffelder in der Mitte und im Süden des Landes benutzt, zuletzt im Jahre 1958. Im 2. Weltkrieg wurden nochmals umfangreiche Renovierungsarbeiten durchgeführt für den Fall, daß die Menschen und das Vieh im Nordwesten von Australien vor einer möglichen Invasion der Japaner evakuiert werden könnten.

Seither wurde die Strecke sich selbst überlassen und hat sich dadurch als Paradies für Geländewagenfahrer erhalten.

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